Sebnitzer Fensterbau

Ausbildung

Industriekaufmann/-frau

Tätigkeit sowohl in den kaufmännischen Kernfunktionen Vertrieb und Absatz, Beschaffung und Bevorratung, Angebotserstellung und -abrechnung sowie Personal, als auch in Verbindung zu anderen Fachabteilungen, kommerziellen Bereichen und Projekten.

Sie erlernen:

  • Den Verkauf der Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens sowie das Beraten und Betreuen von Kunden
  • Den Einkauf von Materialien, Produktionsmitteln und Dienstleistungen und disponieren diese für die Leistungserstellung oder den Vertrieb
  • Den Prozess der Auftragserledigung, Bearbeitung der Geschäftsvorgänge im Rechnungswesen
  • Die Auswertung von Kennzahlen und Statistiken, Planung und Organisation von Arbeitsprozessen
  • Das Korrespondieren und Kommunizieren in einer Fremdsprache
  • Betriebswirtschaftliche Prozesse in allen Funktionen des Betriebes (Finanzierung, Kostenplanung, Investition, Rentabilität)

Holz arbeitet. Das kannst du auch!

Holzmechaniker/-in – Bauelemente, Holzpackmittel und Rahmen

Sie stellen in Serien- oder Einzelanfertigung Fenster, Türen u.a. am Bau benötigte Holzelemente, Transportverpackungen und Packmittel sowie Leisten und Rahmen aus Holz her. Dabei be- und verarbeiten Sie unterschiedliche Holzwerkstoffe, aber auch Kunststoffe und Metallteile mit Hilfe von weitgehend automatisierten und computergesteuerten Maschinen und Anlagen, die Sie auch warten und instand setzen. Sie sortieren die Schnitthölzer. Sie bringen die Hölzer mit Säge-, Hobel- und Fräsmaschinen auf die gewünschten Maße, verarbeiten Furniere und führen Holzschutzarbeiten durch. Die einzelnen Elemente verbinden Sie mit Nägeln, Klammern oder Schrauben, fügen sie durch Verdübeln oder Kleben zusammen oder bringen Beschläge und Scharniere an. Sie kontrollieren die Werkstoffe und die Qualität der Endprodukte. Schließlich verpacken Sie die Produkte, kennzeichnen sie, machen sie versandfertig und lagern sie fachgerecht.

Mein erster Tag –

Man muss sich eben immer erst mal richtig schlau machen

So war mir bis dahin völlig neu, dass die meisten Tischlerarbeiten nicht an der Kreissäge oder der Hobelbank beginnen, sondern am Computer. Und wenn man es genauer betrachtet, sogar noch früher, nämlich mit der ersten Idee, die man zunächst in Skizzen festhält. In dieser Planungsphase geht es nicht nur um die Gestaltung, also um die Aufteilung eines Fensters, sondern vor allem auch darum, wie die Konstruktion einzelner Teile in Abhängigkeit von den Materialeigenschaften oder den maschinellen Bearbeitungstechniken aussehen müssen. Dazu kommen die Eigenschaften, wie Einbruchschutz, Isolierverglasung, Energieoptimierung und besondere Montageanforderungen. Und natürlich muss man schon bei der Kalkulation an die Produktionskosten denken, damit sich am Ende das Produkt auch rechnet. Ganz schön kompliziert. Tausend Gedanken in einem Angebot.

Kurzum: Wer heutzutage Tischler werden will, sollte nicht nur einen guten Draht zur kreativen Gestaltung und EDV haben, sondern auch das Verständnis für komplexe und technische Abläufe und den Kopf für kaufmännisches Denken. Und noch etwas: Zwei geschickte Hände sind ein "Muss". Als ich dann (natürlich rein zufällig) auch ein Angebot bekam, mir einmal einige Betriebe von innen mittels eines Praktikums anzusehen, ich mich also davon überzeugen konnte, dass die interessanten Worte und Bilder der Info-Broschüre tatsächlich mit der Wirklichkeit übereinstimmen, da stand mein Entschluss eigentlich schon fest: "Ja, ich werde Tischler".

Dieser erste Tag in meinem zukünftigen Betrieb begann im Lohnbüro. Dort wurden meine Personaldaten aufgenommen, um in der Holzberufsgenossenschaft aufgenommen zu werden. Danach erhielt ich meine Arbeitskleidung und -materialien. Und dann ging es auch schon los. In der Produktion erhielt ich eine kurze Einweisung. Der Meister führte mich durch die Produktion und erklärte mir jede Station der Holzfensterfertigung vom Zuschnitt bis hin zum Verglasen der fertigen Elemente.

An der computergesteuerten Zuschnittmaschine werden die Balken plangehobelt, geschliffen und die vorgegebenen Werte für Fräsung und Bohrung in das Material eingearbeitet.

Als nächstes werden die einzelnen Profilteile verleimt und in die Oberflächenbearbeitung befördert, wo sie geschliffen und ausgebessert, aber auch getaucht und lackiert werden.

Nach der Trocknungsphase werden die Elemente mit Dichtungen und Beschlägen versehen.

Die letzte Station stellt die Verglasung und Endkontrolle dar. Dort werden die Glasscheiben in die Fensterflügel eingesetzt und anschließend versiegelt. Nachdem die Elemente eine augenscheinliche Endkontrolle durchlaufen haben, werden diese auf Fensterpaletten gestellt und damit versandfertig eingepackt.

Nach diesem Fertigungsrundgang war ich beeindruckt von der Art und Weise der Fensterfertigung, zwischenzeitlich habe ich auch viele neue Kollegen und die Auszubildenden der anderen Lehrjahre kennengelernt. Ich fühle mich gewappnet für meine Lehrausbildung und die Abschlussprüfung im Mai.